Bilder & Berichte

2025: Radtour mit Max Caesar vom Planungs-und Umweltamt zum Thema „NaturStadt – Kommunen schaffen Vielfalt“

Samstag, 10.05.2025

Am diesem Samstag sind wir wieder bei herrlichem Sonnenwetter zusammen mit Max Caesar vom städtischen Planungs- und Umweltamt mit 16 an dem Thema interessierten Teilnehmerinnen und Teilnehmer mit dem Rad zu den verschiedenen Stellen im Süden unserer Stadt gefahren.

Bei dieser Exkursion ging es darum, noch einmal auf diese Art- und Weise die Projekte des ehemaligen Wettbewerbs "NaturStadt - Kommunen schaffen Vielfalt – auf Trittsteinen zu grünen Oasen in der Stadt" sowie auch die Reaktivierung des Schölzbach – sowohl deren Erfolg als auch das damit verbundene große Engagement der daran Beteiligten zu zeigen.

Ablauf der Tour

Zunächst ging es zu den noch im Bereich des Bürgerbahnhofs gelegenen und sehr schön anzusehenden Wiesenflächen mit etlichen artgerechten Blumen. Danach dann auf die gegenüberliegende Gelsenkirchener Straße und weiter in das Stadtsfeld zur ersten in dem Projekt gestalteten Station des Rossiniweges incl. des Boule-Platzes. Hier erwarteten uns bereits an der von Schwester Paula bzw. Tisa von der Schulenburg geschaffenen Schutzmantelmadonna Frau Gillmann und Herr Jendrzey von der Ideenfabrik Stadtsfeld und erläuterten und erklärten den dazugehörigen Sachverhalt – was es mit der Madonna auf sich hat und wie diese hierher an den Rossiniweg kam. Von hier ging es vorbei an einem Bücherschrank und einer Replik des vom Schermbecker Künstler Kastulus A. Wolf ebenfalls erschaffenen Kopf des Namensgebers dieses Weges, dem italienischen Komponisten Gioachino A. Rossini bis hin zum Mittelpunkt dieses Weges, dem Rossini-Platz. Natürlich war der gesamte Weg von neu gesetzten Bäumen und teilweise Bepflanzungen gesäumt. Auch der Platz selbst wies Hochbeete mit Kulturpflanzen zum Selberpflücken auf und ein Beet rund um einen schattenspendenen Baum war ebenfalls nach Rücksprache mit der Stadtgärtnerei bepflanzt worden.

Jetzt ging es weiter bis zur Händelstraße – immer flaniert von gemeinsam gestalteten Aktionen und Bepflanzungen - bis zur gegenüberliegenden Seite hin zum nahegelegenen Boule-Platz, parallel zum vorbeifließenden Schölzbach. Dieser Platz ist um die Boule-Fläche herum selbst eine Ansammlung von Bänken, Wellenliegen, Bäumen sowie einem überdimensionalen Insektenhotel und einer großen „Vogeluhr“, die auf Knopfdruck hin den Gesang verschiedener heimischer Vögel preisgeben – ein wirklich wunderbarer Ort und von der Stadt und allen ehrenamtlich tätigen Anwohnerinnen und Anwohnern gestaltet.

Wir verabschieden uns in Dankbarkeit von den beiden „Stadtsfeldern“ und fahren nun auf dem linksseitigen Weg zur Bochumer Straße, überqueren diese in Höhe des Speisrestaurants „Maas-Timpert“, fahren dann unter einem wunderbar grünen Dach einer Baumgruppe - immer längs des Schölzbaches - und weiter vorbei an der langgezogenen Gärtnerei Dreckmann bis hin zur Schölzbach - Überführung auf der Barbarastraße. An dieser Stelle läßt Caesar anhalten und zeigt uns dort den Geradeauslauf des Baches. Neben der Überführung gehen wir nun ein Stück weit durch das Unterholz dieses Wasserlaufs, der jetzt um diese Jahreszeit einer grünen „Hölle“ gleicht. Es ist eine Art Überschwemmungsgebiet des Schölzbaches.

Wir kommen nun über den Grüngürtel „In der Miere“ zur Gladbecker Straße, überqueren diese in Höhe des neu angelegten Regenrückhaltebeckens und hier erläutert uns wieder Max Caesar einen Teil des hier vorbei fließenden Schölzbachs an Hand einer dort aufgestellten Informations-Stele. Danach geht es weiter in Richtung Hardt zum nächsten Projekt. Vor der neuen Kindertagesstätte St. Katharina in der Ziegelstraße wartet schon Herr Jungblut auf uns. Er erzählt uns zunächst von der Ideenschmiede Hardt selbst und was diese bereits gemacht und getan hat und wer alles dazu gehört. Dann gehen wir ein Stück weiter nach links und können sehen, wie hier seitlich von der KiTa ein Sitzplatz mit Tisch unter den Bäumen geschaffen wurde und weiter ein Stück dieses Weges - jetzt sind wir am Fuchspass – verschiedene Obstbäume stehen bzw. neu gepflanzt worden sind, sowohl von ihm, von der Dorstener Arbeit als auch von Auszubildenen der Stadtgärtnerei und darüber hinaus ebenfalls noch eine große Blumenwiese ausgesät wurde - mit Blick auf die St. Agatha Grundschule. Auch Brennnessel wachsen dort – und die sind für Schmetterlinge auch als Brutstätte hier gewollt. Das sieht im Sommer nicht immer nur schön aus und stört den einen oder anderen Nachbar auch. Deshalb hat Max Cesar hierfür und andere Stellen bereits entsprechende Hinweisschilder in Auftrag gegeben, die auf diesen Umstand hindeuten sollen.

Es geht mit Jungblut nun weiter hin zum nahegelegenen Dachsweg, einer weiteren Station der Ideenschmiede Hardt, der Schmetterlingsoase. Hier aber sind eigentlich weitere Mitglieder zuständig, nämlich Bernd Koch und Heiko Raffel, die aber beide auf Grund eines Missverständnisses nicht informiert wurden. So erklärt uns Herr Jungblut auch diese Arbeiten und das Ergebnis der umfangreichen Arbeiten, die zusammen mit Mitarbeitern von Coca-Cola, auch war ein Imker hier am Dachsweg, einem ehemaligen Kinderspielplatz, vollzogen und bearbeitet wurden und immer noch werden. Eine große Plauder-Sitzbank, große und kleinere Hinweisschilder wurden dazu installiert, die den Dachsweg nebst dessen artgerechter Bepflanzung zu einer wahren Informationsquelle, z.B. auch für Kinder und Schüler von benachbarten Grundschulen gemacht haben.

Von hier fahren wir jetzt weiter durch den Pestalozzipark, der gefüllt ist u.a. mit dem Hardter Stadt- Apfelbaum und vielen weiteren Apfel- und Birnenbäumen und Beerenobst sowie einem Insektenhotel, hin zur Overbergstraße, einem weiteren Projekt dieser hervorragenden ehrenamtlich tätigen Gruppe. Es geht auch hier wieder vorrangig um Schmetterlinge und es ist angelegt mit zwei verschieden Beeten, sowohl mit bienen- als auch mit schmetterlingsaffinen Bäumen und Pflanzen, u.a stehen an diesem Ort auch Faulbäume, wahre Bienenmagnete. Dazu gesellt sich eine schöne Sitzgruppe von Bänken, Schau- und Nistkästen sowie eine Station mit historischen Häusern und verbunden mit einem Quiz von dem kürzlich verstorbenen Heimatfreund und ebenfalls Bewohner der Hardt, Heinz Kleine-Vossbeck.

Jetzt fahren wir auf der benachbarten Klosterstraße zu unserem letzten Projekt, dem Stauden und Rosenparadies für Insekten, direkt am Eingang zur Innenstadt vor dem Caritas-Haus gelegen. Hier an dieser Stelle konnte unser Verkehrsverein Dorsten drei der Beete dazu benutzen, um diese in ein kleines Paradies nach Farben zu verwandeln. Nach einer umfangreichen Urbarmachung durch die Stadt Dorsten wurden viele einheimische bienenverträgliche Stauden, wilde und eine einheimische Rose, ein Weißdorn- und eine weißblühende Rispenhortensie vor weißblühenden Christrosen und ebenfalls weißblühenden Herbstanemonen gepflanzt. Leider haben die letzten heißen Sommer und auch Tiere dem Ganzen Schaden zugefügt, so dass manche der Stauden gar nicht mehr oder nur verkümmert dort wachsen. Echinazeen, Frauenmantel oder die rotblühende Heide- und Karthäausernelke sind mittleiweile verschwunden bzw. nur mehr vereinzelt zu sehen oder durch neue Sorten ersetzt worden. Auch haben sich interessante sog. Beikräuter dazu gesellt. Die Wildrosen dagegen haben sich stark vermehrt. Alles hängt allerdings in der heißen Sommerzeit vom reichlichen Gießwasser ab.

Wenn auch nicht alle Projekte aus Zeitgründen besichtigt werden konnten, so war es Max Caesar doch gelungen, uns mit auf diese sehr interessante und anschauliche Reise zu nehmen und er hatte dazu eben auch noch einige wenige Protagonisten eingeladen, die Arbeiten vor Ort zu erklären. Dabei wurde für alle ersichtlich, mit wie viel Engagement und Herzblut die damaligen und auch jetzt noch tätigen Mitglieder diese wunderbaren Projekte schufen und bis heute noch mit ihnen beschäftigt sind. Ihnen allen und Herrn Caesar sagt der Verkehrsverein Dorsten ein ganz herzliches Dankeschön!

Fotos