Bilder & Berichte
2025: Radtour nach Alt-Marl zum Heimatverein und zum Museum am Volkspark
Sonntag, 03.08.2025
In Kooperation mit unserem Verkehrsverein und dem dortigen Heimatverein wollten wir an diesem Tag gerne das dortige Heimatmuseum besuchen und neben dem Volkspark selbst u.a. auch die in Alt-Marl befindliche Mühle sowie das Obstbaummuseum uns anschauen.
Endpunkt sollte dann bei Kaffee und Kuchen und guten Gesprächen die benachbarte Museumsscheune sein. Soweit unser Plan, aber es kam anders.
Ablauf der Tour
Wir erreichten den Heimatverein beinahe pünktlich gegen 13 Uhr und wurden dort am Heimathaus gegenüber dem Guido-Heiland-Bad inmitten des Volkspark-Geländes vor dem Heimathaus von den Vorstandsmitgliedern Brigitte Vorholt, ihrem Mann sowie von Museumswart Wolfgang Gehrmann mit seiner Frau Birgit freudig erwartet, begrüßt und willkommen geheißen. Schon bald nach dem Eintreffen, dem Vorstellen und Händeschütteln ging es mit dem Ehepaar Gehrmann auf dem Rad zu einer Rundfahrt los - nachdem wir das Kaffeetrinken mit Brigitte Vorholt am Ende der Rundfahrt besprochen hatten. Natürlich bekamen wir den Volkspark zu sehen, auch die benachbarte Mühle und die kath. St.Georg-Kirche. Aber dann ging es erst richtig los ! Launig und mit einer guten Portion Humor, Sachverstand und mit Unterstützung von Ehefrau Birgit führte uns Wolfgang Gehrmann dann fast durch halb Marl – nachdem wir das Guido-Heiland-Bad und das Gelände des Volksparks selbst sowie den anschließenden schönen Friedhof und die ursprüngliche Mühle, aus dem ein Café werden soll auf der gleichen Straßenseite erkundet hatten, ging es jetzt rüber zur anderen Seite und dort weiter zu den Wohnhügelhäusern, zur Gesamtschule aus den 70er Jahren mit viel zu kleinem Abstellplatz für Fahrräder, zu den beiden im Umbau befindlichen Rathaustürmen mit dem davor installierten Denkmal mit der verknoteten Pistole, dem Gelände des Marler Stern, dem Adolf-Grimme-Institut mit der insel-Bibliothek, dem weitläufigen Stadtpark mit Elementen u.a. von Kultur incl. zwei Gedenksteinen für gefallene Soldaten der Roten Armee des 2. Weltkriegs einschl. einer Erinnerung an den Besuch von Gorbatschow, Kohl und Gylia Horn am 10.07.2003.
Vorbei dort am europäischen Friedenshaus, vorbei an der Marschall 66-Baustelle, einer denkmalgerechten Umgestaltung der ehemaligen Hauptschule zum kulturellen Begegnungs- und Erlebniszentrums, das später das Skulpturenmuseum, die Zentralbibliothek, ein Café mit Kleinkunstbühne sowie Teile der insel-VHS und der Musikschule vereinigen soll, und weiter bis hin zum Theater Marl mit seinem auf dem Kopf installierten Zug als Erinnerung an die unsäglichen ehemaligen Transporte in die KZ-Vernichtungslager des Nationalsozialismus. Zuletzt dann noch der Besuch der wunderschönen St.Georg-Kirche, bevor es wieder zurück zum Heimathaus ging (siehe dazu unsere angehängten Fotos). Es war wirklich umfassend, wunderbar und äußerst erkenntnisreich – immer wieder war zu hören „jetzt lernen wir Marl ja von einer ganz anderen Seite kennen“.
Nach dieser eindrucksvollen Rundfahrt, die uns die Vielseitigkeit von Marl und die bewegte Geschichte der Stadt näherbrachte, kehrten wir voller neuer Eindrücke zum Heimathaus zurück. Dort warteten bereits frischer Kaffee und köstlicher Kuchen auf uns – liebevoll vorbereitet von Brigitte Vorholt, die uns mit offenen Armen empfing. In der gemütlichen Atmosphäre der Museumsscheune entwickelten sich angeregte Gespräche über das Gesehene wurden geteilt und neue Bekanntschaften geschlossen. Besonders beeindruckte uns das Engagement der Vereinsmitglieder, die mit Herzblut und viel Wissen die Geschichte und das kulturelle Leben von Marl lebendig werden ließen. Der Austausch mit ihnen machte den Nachmittag zu einem echten Highlight, das noch lange nachwirken wird. Am Ende waren sich alle einig, dass diese Radtour nicht nur einen anderen Blick auf die Stadt ermöglichte, sondern auch das Gemeinschaftsgefühl nachhaltig gestärkt hat.
Zum Abschluss unseres Besuchs fuhren wir noch gemeinsam mit Wolfgang Gehrmann zum nahe gelegenen Obstbaummuseum, wo ungemein viele verschiedene und ausgesuchte Obstsorten aller Art gepflanzt wurden. An dieser Stelle verabschiedeten wir uns mit großem Dank von Wolfgang, wie wir ihn von Beginn an nennen durften. Allen Beteiligten gilt daher unser großer Dank! Natürlich planen wir im kommenden Jahr einen weiteren Besuch in Alt-Marl.
















