Bilder & Berichte
2025: Radtour mit Petra Eißing zum Thema „Die Sache mit der Jagd“
Samstag, 12.10.2025
An diesem schönen sonnigen Samstag haben viele Teilnehmer Interesse an diesem Thema und natürlich auch an Petra Eißing selbst mit ihrer Teilnahme gezeigt, die sich diese Tour ausgedacht und auch geführt hat – 29 Personen haben wir gezählt.
Mit dem Berufsjäger und ersten Vorsitzenden Hermann Wolff des Dorstener Hegerings und zusammen mit dessen Geschäftsführer, Franz-Josef Gövert, hatte sich Petra Eißing gleich zwei mehr als kompetente Gesprächspartner zur Seite genommen.
Ablauf der Tour
Das konnten wir bereits beim ersten Zusammentreffen auf dem städtischen Grundstück am Hammbach auf der wunderbaren naturbelassenen Obstbaumwiese an der Heinrichstraße in Holsterhausen erleben. Um diese Wiese und das benachbarte Grundstück mit eingeschlossen, kümmern sich die Jagdberechtigten mit großem Engagement, einschließlich das von einer Benjeshecke abgetrennte Areal, das z.Z. von einer Schafsherde genutzt wird. Es sind hier überwiegend Apfelsorten vertreten, so Gövert in seinen Ausführungen und brachte dazu gleich ein Paket mit köstlichem gepresstem Apfelsaft für uns mit. Die Wiese wird nur einmal im Jahr gemäht. Und bei dieser Gelegenheit prasselten so einige weitere, allgemeine Fragen, zu Gesetzen und Verordnungen usw. auf die Fachleute ein aber auch allgemeine Fragen zur Jagd fehlten nicht. Jetzt verabschiedete sich Franz-Josef Gövert von der Gruppe und Hermann Wolf fuhr mit uns weiter zum Schießstand am Freudenberg und hier im Besonderen zum Areal des Tontaubenschießens oberhalb der Halle. Hier hieß uns nun der Hegeringsleiter und natürlich auch Petra Eißing herzlich willkommen. Es gab Fragen über Fragen, so dass sich eigentlich ein Vortrag selbst erübrigte. Zunächst erzählte uns aber Hermann Wolff etwas über das große Areal des gesamten Schiesstandes selbst und erwähnte dabei auch die große Hürde des neu zu errichtenden Sicherheitszauns, der nun das fast 17 ha große Gelände umfasst und eine wesentliche behördliche Auflage darstellte. Zuvor musste natürlich alles Wild daraus „verscheucht“ werden. Jetzt ist man sicher, dass weder unbefugte Besucher noch Tiere dort anzutreffen sind.
Neben dem eigentlichen Schießstand weiter unten, zu dem wir keinen Zugang hatten, gibt es eben das ebenfalls große Areal des Tontaubenschießens. Tontaubenschießen wird als Wurfscheibenschießen mit künstlichen Wurfscheiben. Der Begriff Tontaubenschießen ist jedoch weiterhin gebräuchlich und bezieht sich auf den Sport im Allgemeinen. Es gibt verschiedene Disziplinen, die unter diesem Überbegriff zusammengefasst werden, wie beispielsweise Trap und Skeet. Dies ist der offizielle Sammelbegriff für den Sport, der das Schießen auf Wurfscheiben mit Flinten und Schrotmunition beschreibt oder auch die Wurfscheiben aus einem Graben vor dem Schützen in unterschiedlichen Winkeln weggeworfen werden. Als alle Fragen aus dem Besucherkreis von Hermann Wolff beantwortet waren, wurde noch ein Foto gemacht, wir verabschiedeten uns von ihm mit einem kräftigen Applaus für seine Führung bis hin zum Schießstand und fuhren jetzt mit Petra Eißing weiter.
Während der Weiterfahrt am Rand der Borkener Straße bis zum Tüshaus Weg wurden die Eindrücke der bisherigen Stationen lebhaft diskutiert. Besonders die Bedeutung der nachhaltigen Bewirtschaftung der Flächen sowie der verantwortungsvolle Umgang mit Wild und Natur standen dabei im Mittelpunkt. Petra Eißing gab zudem spannende Einblicke in die Zusammenarbeit zwischen Jägern und Naturschützern, wodurch deutlich wurde, wie wichtig ein respektvolles Miteinander für den Erhalt der regionalen Artenvielfalt ist. Dann ging es weiter über die Straßen Am Waldfriedhof, Söltener Landweg, vorbei an der Muna und der Gälkenheide bis hin zu einer weiteren Rast am Wedenhof. Hier erzählte uns Eißing etwas zum Werden des gesamten Areals des Hervester Bruch einem ehemaligen Bauernland mit Äckern und infolge des Bergbaus mit dem Absinken des gesamten Bereiches ist es heute ein wahres Naturparadies, ein Feuchtbiotop mit großen Wasserflächen beiderseits des Weges für mannigfache Vögel, für Störche, Heckrinder und Wasserbüffel.
Von dort ging unsere Fahrt weiter bis zum Zechengelände und dort an dem in den Jahren 2019 bis 2020 farblich und technisch überholten Fördergerüst (seit 2004 denkmalgeschützt) ließ uns Eißing wieder anhalten und erzählte uns von dem dort lebenden Habicht, der im hohen Untergras auf Hasen- und Kaninchenjagd ging. Erst in der Innenstadt endete unsere wunderbare Exkursion dann am Ferdinand von Raesfeld – Weg, zu dem Petra Eißing ebenfalls noch Wissenswertes zu sagen wusste, nämlich dass Ferdinand von Raesfeld in Dorsten aufgewachsen war, später dann in seinen geliebten großen Darßer Wald nach Born an der Ostsee gezogen war, hier gejagt und diesen Wald maßgeblich geprägt , dabei weitreichende Literaturwerke zur Jagd geschaffen hatte und im Alter dann nach Bayern gezogen war. Neben diesem Weg gibt es noch eine Erinnerungstafel mit der gesamten Familenaufstellung und einen großen Gedenkstein hier im Barloer Busch – in Born/Darß ein Museum und im Darsser Wald seine Grabstätte.
Der Verkehrsverein sagt allen Beteiligten ganz herzlichen Dank für ihr großes Engagement!












