Bilder & Berichte
2026: Radtour und Besuch der Dorstener Feuerwache mit Bürgermeister Tobias Stockhoff
Samstag, 20.06.2026
Mit neunzehn an diesem Thema interessierten Teilnehmerinnen und Teilnehmern machten wir uns am Samstag mit dem Fahrrad zu einer weiteren Dorstener Dienststelle der öffentlichen Daseinsvorsorge – der amtlichen Feuerwache und dem Rettungsdienst „An der Wienbecke 12“, direkt neben dem Entsorgungsbetrieb.
An dieser Stelle erwartete uns dann auch schon unser BM Tobias Stockhoff, begleitet von Feuerwehrmann Tobias Walter.
Ablauf der Tour
Nach der üblichen gegenseitigen Begrüßung erzählte uns der BM zunächst ganz allgemein von dem Ort selbst und der groben Struktur und der Aufgabe der Feuerwehr: Alle notwendigen Betriebsteile befinden sich hier auf dem Gelände, allerdings nur diese Wache selbst ist amtlicher Natur – alle Löschzüge der freiwilligen Feuerwehr sind ehrenamtlich tätig und auf die einzelnen Stadtteile Dorstens verteilt. Über sog. Pager, die jede Feuerwehrfrau bzw. jeder -mann bei sich trägt, ertönt bei einem Einsatz ein deutlich wahrnehmbares Signal. Daraufhin muss sie bzw. er schnellstmöglich zu dieser resp. ihrer bzw. seiner Wache hin eilen. Übrigens ist die Wache in Dorsten ständig 24/7 besetzt – allerdings nicht für die Alarmierung der telefonischen Anwahl von 112, der in jedem europäischen Land für diesen Zweck gültigen Nummer. Sie läuft in der kreisweiten Wache in Recklinghausen auf. Dort sitzt immer ein Disponent bzw. Disponentin, der resp. die die Anrufende, den Anrufer bereits in einem zielgerichteten Gespräch zu dem Ort des Einsatzes und dessen Begleitumstände befragt (also wer, in welcher Stadt, was usw.) so dass bereits auf der Fahrt zum Einsatzort vieles bekannt ist. Dabei kommt stets u.a. ein bestens ausgerüstetes Feuerwehrfahrzeug, das moderne Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeug (HLF) mit Drehleiter zum Einsatz, neben dann ggf. auch weitere spezielle Fahrzeuge, u.a. auch für die Wasserrettung incl. das Tauchen oder bei Gift- oder anderen gesundheitsgefährlichen Stoffen.
Nach den vielfältigen Erläuterungen durch Bürgermeister Tobias Stockhoff übernahm dann Feuerwehrmann Tobias Walter die weitere Führung, teilweise des umfangreichen Fahrzeugparks als auch die spezielle Reinigung als auch die Wartung der Hilfsmittel und den Rettungsdienst. Hierzu vermerkte er u.a. auch, dass langfristig die Eigenständigkeit dieser Einheit durch private Gesellschaften erfolgen soll und baulicherseits hierzu bereits Vorsorge getragen worden sei. Der Rettungsdienst ist hierbei eine professionelle Hilfe für Notfallpatienten. Rund um die Uhr besteht die Pflicht, bei allen medizinischen Notfällen – Verletzungen, Vergiftungen und Erkrankungen durch den Einsatz von medizinisch qualifiziertem Rettungsfachpersonal und geeigneten Rettungsmitteln schnell zu helfen um Leben zu retten und Leid zu lindern Das alles wird mit dem Einsatz der zur Verfügung gestellten Rettungswagen incl. dem Personal gewährleistet und ein Notarzt ist nur bei ganz speziellen Maßnahmen noch erforderlich.
Danach gingen wir dann in einzelne weitere Gebäudeteile der Anlage, z.B. der sog. Kleiderkammer bzw. der spez. Reinigung dieser Teile oder auch der Hilfsmittel, z.B. der Schläuche, der Kopf- bzw. ABC-Masken und andere - nach den jeweiligen erfolgten Einsätzen. Die Feuerwehr in Dorsten verfügt dabei über eine eigene Sondereinheit ABC-Zug, die speziell ausgebildet ist und ABC – Gefahrenlagen zum Schutz der Bevölkerung wirkungsvoll begegnen kann. Hier wurde auch ersichtlich, dass neben der allgemeinen Feuerwehrausbildung oftmals weitere ganz spezielle Kenntnisse benötigt werden, die einer ständigen Aus- und Weiterbildung jeder einzelnen Feuerwehrfrau und -mann notwendig machen. Die Feuerwehr Dorsten ist hierbei Kreisausbildungsstelle im Rahmen der interkommunalen Zusammenarbeit im Kreis Recklinghausen und besitzt u.a. auch eine eigene Abteilung Technik, die all diese Aufgaben zusammenfasst. Wer einmal gesehen hat, mit welcher Ausrüstung und -ausbildung dann ggf. jemand im Brandfall bzw. -einsatz konfrontiert ist, kann nur nach staunen und mehr als dankbar für das oftmals ehrenamtliche Engagement dieser Person sein.
Interessant war auch der zuletzt besuchte SAE-Raum. Hierbei handelt es sich um einen Krisenstabsraum in der Haupt- und Feuerwache Dorsten. Er dient dem Stab für außergewöhnliche Ereignisse, einem Gremium, dass bei Großeinsätzen, Katastrophen u.ä. Ereignisse zusammenkommt. In diesem Raum koordinieren Einsatzkräfte, Führungskräfte der Feuerwehr und bis zu 50 geschulte Mitarbeiter unserer Verwaltung schnell und behördenübergreifend alle erforderlichen Maßnahmen. Der Verkehrsverein Dorsten bedankt sich ganz herzlich für diese ganz besondere Führung und die Erläuterungen dazu bei unserem Bürgermeister Tobias Stockhoff und bei Tobias Walter.


