Bilder & Berichte

2016: Geführte Radtour zur Dorstener Kornbrennerei Böckenhoff

Freitag, 22.04.2016

Treffpunkt für die Radtour war wie (fast) immer 12:00 am Atlantisbad. Es hatten sich an diesem sonnigen Tag doch etliche Teilnehmer ihr Interesse an dieser Tour und dem Thema gezeigt.

Die Führung oblag an diesem Tag unserem Kassenprüfer, Herrn Godehardt Schmitz. Die Route führte uns zunächst am Kanal Richtung Schult im Anker nach Östrich - dort über die große Kreuzung und hinein in die Nierleistraße bis zum Abzweig Bestener Straße (K24). Dann ging es rechts rein mitten in die schöne Natur auf dem Hardtberg - und vorbei am Campingplatz Tillessensee (heute: Hardtbergsee). Nach Querung des "Alten Postweges" ging es geradeaus weiter in den Räuwenkamp - zu unserem ersten Etappenziel dieser Radtour: der wirklich schön gelegenen Golfanlage in Mitten des Naherholungsgebiets Schwarze Heide bei Bottrop-Kirchhellen.

Das Gebiet präsentiert sich dem Mitglied und Besucher als anspruchsvoller 18-Loch-Meisterschaftsplatz mit einem 6-Loch-Kurzplatz, umgeben von Bauernhöfen, Wäldern und Feldern. Golf und Natur befinden sich hier im augenscheinlich im Einklang. Das Golfgelände innerhalb dieser schönen, naturbelassenen Umgebung ist relativ flach bis leicht hügelig und bietet integrierte Sand- und Wasserhindernisse. Das Clubhaus mit Gastronomie bieten den Mitgliedern und deren Freunde die bietet die Clubhaus-Terrasse einen herrlichen Blick auf das Golfgelände.

Unser Tourenleiter Godehardt Schmitz, als alter Dorstener Kenner der Materie wusste von dem damaligen Idealismus und die Einsatzbereitschaft der Gründer und Gründungsmitglieder zu berichten, die es geschafft hatten, auf einem öden Acker- und Kiesgrubengelände zwischen 1986 und 1988 eine erste 9-Lochanlage zu bauen, aus der dann in der weiteren Entwicklung eine der schönsten Meisterschaftsanlagen in NRW entstand und auch von den politischen Schwierigkeiten, die es damals dabei gab, sowohl auf Seiten von Dorsten als auch derer von Bottrop. Dessen damaliger Bürgermeister Klaus Strehl und andere einflussreiche Herrschaften, waren es letztlich, der den Rat der Stadt Bottrop gegen viele Widerstände davon überzeugte, dass der Golfplatz als integraler Bestandteil eines neuen Naherholungsgebietes gebaut werden musste, d.h. es musste der Öffentlichkeit Gelegenheit gegeben werden, das Gelände zu durchfahren. Sein Vortrag und Kenntnisreichtum über diese Sportanlage war bemerkenswert und für die Teilnehmer hoch interessant - haben doch so nur wenige die Gelegenheit, einen so relativ exklusiven Club von innen her zu betrachten.

Nach einer Stärkung mit clubeigenen Kaltgetränken ging es dann über schöne, ruhige und gut zu fahrende Radwege weiter zu unserem eigentlichen Ziel, der kleinen aber feinen Obstbrennerei Dirk Böckenhoff. Hier wurden wir dann auch schon vom Ehepaar vor der Türe zur Brennerei, Verkostung und Verkauf erwartet und herzlich begrüßt. War es draußen bei Sonnenschein so richtig schön warm, herrschte drinnen eine angenehme Kühle. Die Tische waren nett und gastlich dekoriert und mit entsprechenden Probiergläsern und Knabbereien bestückt. Zunächst erläuterte Herr Böckenhoff den Entstehung und Werdegang des noch relativ jungen Unternehmens um uns dann in die Geheimnisse und die Vielfalt seiner Brennereiprodukte einzuweihen. Erst danach ging es dann zu der wohlverdienten und kostenpflichtigen Verkostung - angefangen bei dem bei vielen bekannten einfachen , aber sehr bekömmlichen Weizenkorn und dann immer fortfahrend - je nach Geschmack mit den einzelnen Obstbränden - wobei Böckenhoff selbst den Birnenbrannt wohl präferieren würde.

Nun, die Verkostung der edlen Spirituosen sollte für das Ehepaar Böckenhoff natürlich keinen Selbstzeck erfüllen, sondern Frau Böckenhoff wurde nicht müde, hinter sich in die Verkaufsregale zu greifen, um die Nachfrage nach allen möglichen Produkten zu befriedigen, u.a. auch Honig aus privater Imkerei aus der Nachbarschaft. Es war ein vergnüglicher Nachmittag - obwohl niemand erkennbar Schaden an den "hochprozentigen-geistigen" Getränken genommen hatte. So ging es dann wieder über ruhige Wege langsam zurück nach Dorsten. Alle Teilnehmer waren "begeistert" ob dieser schönen und lehrreichen Tour auf heimischem Gebiet und bedankten sich bei Godehardt Schmitz für Idee, Planung und Durchführung dieser Veranstaltung des Verkehrsvereins.

Fotos